Dienstag, 19. März 2013

Endodontologie Bochum informiert: Mythen und Fakten über die Wurzelkanalbehandlung, www.zahnarzt-bochum.de

Es kursieren sehr viele Fehlinformationen über die so genannte "Wurzelbehandlung"
Die Angst vor einer "schlimmen Tortur" ist meist unbegründet!


In einem Gespräch mit dem Spezialisten für Endodontologie Dr. Christoph Zirkel (Generalsekretär der DGET) werden die häufigsten Irrtümer aufgeklärt.
Quelle ist hier die NWgesund vom 15. März 2013, ein Magazin der Tageszeitung Neue Westfälische.

Eine Wurzelkanalbehandlung gilt allgemein als sehr schmerzhaft. Stimmt das?
Dr. Christoph Zirkel: Ob eine Wurzelbehandlung schmerzhaft ist oder nicht, hängt im Wesentlichen von einer effektiven Betäubung ab. Außer in speziell gelagerten Fällen ist eine optimale Betäubung stets möglich. Es ist also nicht notwendig, während der Behandlung auf Schmerzen wartend im Stuhl zu liegen. Ihr Zahnarzt wird alles Nötige für eine effektive Schmerzausschaltung unternehmen.

Ist es richtig, dass bei einer Wurzelkanalbehandlung der Nerv gezogen wird?
Zirkel: Dies ist nur zum Teil richtig. Im Zahninneren befinden sich außer den Nervenfasern auch noch andere Gewebe wie beispielsweise Bindegewebe, Blutgefäße und Lymphgefäße. Ziel ist es, das gesamte mit Bakterien infizierte Gewebe zu entfernen und im Anschluss die Hohlräume im Zahninneren wieder zu verschließen. Diese Behandlung ist technisch schwierig und erfordert viel Zeit. Aufgrund dessen kann es sein, dass mehrere Behandlungstermine notwendig sind.


Sind die Zähne nach der Wurzelkanalbehandlung tot und haltlos?
Zirkel: Zwar wird bei der Behandlung das Gewebe im Zahninneren entfernt, dies hat aber keinerlei Einfluss auf die Haltbarkeit des Zahnes. Der Zahn ist an kleinen Bändern im umliegenden Knochen befestigt. Dieser Verbund wird durch die Behandlung nicht beeinflusst. Damit ist es nach Abschluss der Wurzelkanalbehandlung nach wie vor möglich, Kaudruck zu verspüren und somit das gleiche Kaugefühl wie vor der Behandlung zu haben. Dieses ist unter anderem ein Vorteil des eigenen Zahnes im Vergleich zum Implantat. Hierbei gibt es so gut wie keine Rückmeldung über die Kaukräfte. Der Erhalt des eigenen Zahnes trägt damit entscheidend zur Wahrung von Gebissstruktur und Kaugefühl bei.


Werden die Zähne durch die Wurzelkanalbehandlung spröde und brechen leichter?
Zirkel: Nein! Allerdings ist der Substanzverlust des Zahnes aufgrund der Wurzelbehandlung so groß, dass dieser im Anschluss mit einer Krone oder Teilkrone versorgt werden muss.

Wie lange hält ein wurzelkanalbehandelter Zahn und wie ist die Erfolgsquote einer solchen Behandlung?
Zirkel: Die Erfolgsquote der Wurzelkanalbehandlung variiert leider sehr stark. In Abhängigkeit von der angewandten Technik, liegt die deutschlandweite Erfolgsquote lediglich zwischen 45 und 55 Prozent. Die Erfolgsquote der Behandlung beim Spezialisten liegt bei annähernd 90 Prozent. Grund dafür ist die hohe fachliche Kompetenz des Spezialisten sowie die besondere technische Ausstattung und zu guter Letzt die Zeit, die man sich in spezialisierten Praxen für die Behandlung nimmt. Aufgrund des hohen zeitlichen und materiellen Aufwandes ist es aber leider auch nicht möglich, dass die Gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Behandlung übernimmt. Der Haltbarkeit des optimal behandelten Zahnes ist kein zeitliches Limit gesetzt. Prinzipiell können diese Zähne bei richtiger Pflege ein Leben lang erhalten werden.

Wenn Sie zum Thema weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns gerne in der Praxis.

Ihre zahnärztliche Praxisgemeinschaft für Bochum und Umgebung:
Dr. Günter Leugner und Zahnarzt Andreas Leugner
Herner Straße 367, 44807 Bochum

Telefon: 0234.533044

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